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Lautsprechersymbol Text vorlesen lassen

Barrierefreies Webdesign — ein Gewinn für alle

Die Technik sollte sich an die Bedürfnisse der Menschen anpassen — nicht umgekehrt.

Barrierefreie Nutzung digialer Inhalte

Beim Besuch von Web-Seiten treffen wir zunehmend auf moderne Medienformate wie zum Beispiel Videos, Musik-Dateien, Flash-Applikationen oder Kontaktformulare.

Unter Umständen müssen dazu Zusatzprogramme wie der Flash-Player oder der Quick-Time-Player geladen und installiert werden. Geschieht dies nicht, können entsprechende Inhalte nicht dargestellt werden.

Barrierefreies Webdesign oder eher barrierearm?

Leider ist hier eine allgemeingültige Antwort nur schwer möglich. Oft weisen barrierefreie Web-Seiten ein sehr schlichtes und einfaches Design auf. Auf Laufschriften, aufwendige Grafiken und automatische Bildwechsel wird verzichtet.

Da beim Produktverkauf aber die Optik mit entscheidet, muss man hier den idealen Kompromiss finden — nicht immer ein leichter Weg.

Um barrierefreie Web-Seiten zu erstellen, sollten Inhalte um alternative Beschreibungen (Produkt- oder Dienstleistungsbeschreibungen als PDF oder WORD-Dokument) oder um eine Sprachdatei, ergänzt werden. Auch die Möglichkeit, eine Seite invertiert — also mit weißer Schrift auf schwarzem Hintergrund — anzuschauen, erleichtert das Erfassen der Inhalte enorm.

Bei barrierearmen Webseiten versucht man zumindest die bekanntesten Annehmlichkeiten wie ein Kontaktformular oder eine automatische Schriftgrößenanpassung anzubieten. Gerade hier ist der Arbeitsaufwand besonders hoch, da alternative Inhalte / Beschreibungen bereit gestellt werden müssen.

Bilder sagen oft mehr als tausend Worte. Was aber, wenn diese nicht erfasst werden können? Für diesen Fall gibt es die Möglichkeit, sich den Text „vorlesen“ zu lassen. Hierbei bekommt man von einer, vom Computer erzeugten Stimme, die Web-Inhalte vorgelesen. Hier ein Beispiel: Lautsprechersymbol Text-Demo anhören.

Blinde Menschen benutzen zur Erfassung von Web-Inhalten einen sogenannten „Screen-Reader“. Hierbei wird besonders deutlich, dass in diesem Fall nur Textinhalte relevant sind. Sämtliche Grafiken verfehlen somit ihre verkaufsfördernde Wirkung.

Optimale Schriften und Schriftgrößen für barrierefreies Webdesign

Textinhalte sollten mühelos zu erfassen sein. Dazu wird die Skalierung von Textinhalten „flexibel“ gestaltet. Aus festen Pixel-Angaben werden individuell veränderbare „em's-Angaben“. Beispiel: Eine 16 Pixel große Schrift entspricht genau einem Wert von „einem em“.

Des Weiteren achtet man auf einen maximalen Schriftkontrast — also, schwarze Schrift auf weißem Hintergrund. Um die Leserlichkeit aufzuwerten, haben sich im Internet sogenannte „serifenlose Schriftarten“ bewährt. Dazu zählen: Arial, Verdana und einige andere mehr.

Beispiel:

• Hier ein Schrift-Beispiel der serifenlosen Schriftart: Arial

Hier ein Schrift-Beispiel der serifenhaltigen Schriftart: New Times Roman

An diesem Beispiel erkennt man wunderbar, dass für die Texterkennung an Bildschirmen offensichtlich die Schriftart „Arial“ am besten geeignet ist. In Printmedien jedoch ist die serifenhaltige Schriftart „New Times Roman“ die Optimalere.

Links und Titel-Tag's

Link-Texte sollten bei barrierfreiem Webdesign bestenfalls selbsterklärend sein, oder gängige Oberbegriffe enthalten. Zusätzlich kann man in den optional zu setzenden Title-Tag's eine kurze Seitenbeschreibung der nächsten Seite integrieren. So kann der Besucher schon im Vorfeld entscheiden, ob sich der Besuch der nächsten Seite lohnt.

ALT-Texte für Bilder

Da Bilder/Fotos, von blinden Menschen nicht erfasst werden können, sollte für technische Hilfsmittel wie ein Screen-Reader zumindest ein sogenannter „ALT-Text“ (Alternativtext) verfasst werden. Hier kann man in einen Satz kurz beschreiben, was auf dem Bild zu sehen ist. Zusätzlich bietet sich noch die Verwendung eines Title-Tag, für erweiterte Information an.

Nutzen und Vorteile durch barrierefreies Webdesign

Barrierefreies Webdesign bedeutet, dass man sich mit den Belangen aller Menschen auseinandersetzt. Die Besonderheiten im Web berücksichtigt und klar verständliche Informationen bereitstellt. Automatisierte Abläufe werden nur spärlich eingesetzt. Alternative Informationen bereitgestellt.

Einen zusätzlichen Pluspunkt erhalten Webdesigner noch dadurch, dass sie durch die strikte Gestaltung des Quellcodes kürzere Ladezeiten sowie einen kleinen Vorsprung bei den Suchmaschinen erhalten.

Barrierefreies JavaScript?

Ob es tatsächlich barrierefreies JavaScript gibt, ist auch unter Profis umstritten. Möchte man als Besucher einen speziellen Benutzungs-Service genießen, kommt man um JavaScript schwer herum. Benutzer, die JavaScript in ihrem Browser deaktiviert haben, können zum Beispiel die Funktion der „automatisch anwählbaren Schriftgrößenanpassung“ nicht nutzen. In diesem Web-Auftritt wollte ich Ihnen jedoch den Komfort nicht vorenthalten.

Wenn Sie Fragen zum Thema barrierefreies Webdesign haben, oder ihren vorhandenen Webauftritt einmal bewertet haben möchten, freue mich auf Ihren Anruf oder eine E-Mail.

Werner Clemens

Telefon: 02133 - 53 55 20
E-Mail: info@webdesign-clemens.de


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